Express Color: App für Farbkorrektur an Bildern

Kennen Sie das? Sie fotografieren Ihr leckeres Abendessen, um es in Facebook zu posten. Dann ist im Foto plötzlich der Teller grün und das Essen sieht auch sehr unappetitlich aus. Bäh.

Doch es gibt Abhilfe: Eine Farbkorrektur. Denn in Wirklichkeit ist nicht Ihr Essen schlecht, sondern nur der Weißabgleich der Kamera. In vielen Lokalen hängen nämlich Neon- oder Energiesparlampen – und die produzieren einen Grünstich.

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Solche Probleme kann man nachträglich in praktisch jeder Bildbearbeitung korrigieren. Oder mit einer App wie Express Color.

Was macht Express Color so speziell?

Im Gegensatz zu vielen Grafikprogrammen nutzt Express Color einen Ansatz für die Farbkorrektur, den ich aus der Videobearbeitung kenne und schätze: Drei Farbkreise stehen unter dem Bild, einer für die dunklen Bereiche des Bildes, einer für die mittleren Bereiche und einer für die hellen.

Zusätzlich sieht man noch Schieberegler unter den Kreisen, mit denen man den jeweiligen Helligkeitsbereich aufhellen oder abdunkeln kann.

Verschiebt man jetzt zum Beispiel den Regler im hellen Bereich in Richtung Rot, bekommen alle hellen Bereiche einen röteren Farbton. Auf diese Weise kann man die Farben für alle drei Bereiche korrigieren und spannende Effekte – oder einfach nur ein sauberes Bild produzieren.

Was kann Express Color noch?

Nicht viel: weder kann man die Farbsättigung separat einstellen (Farbstättigung und Farbton lassen sich einstellen), mit Masken oder andere Spezialitäten gibt es nicht. Auch kann man immer nur ein Grading auf ein Bild anwenden und nicht mehrere wie Ebenen übereinander lagern. Es gibt allerdings eine Ausnahme. Dazu gleich mehr.

Für Profis: Einzelne Gradings lassen sich speichern und via Dropbox in Color Grading Programme wie Da Vinci Resolve übertragen. Das ist besonders interessant für all jene, die zum Beispiel bei einem Kunden vor Ort anhand von Beispielbildern einen Look entwerfen wollen. Mit Hilfe einer Kalibrierungsfunktion, kann der Profi auch sicher stellen, dass die Farben wirklich so wiedergegeben werden, wie er sie sieht. Ich komme mit der Kalibrierung allerdings nicht so recht klar.

Außerdem – und das ist wieder für alle interessant – hat Express Color noch ein paar vorgefertigte Looks im Angebot. Und hier kommen wir zur Ausnahme: Die Looks lassen sich auch über ein bereits korrigiertes Bild legen.

Fazit

Wer Fotos und Farben mag und sich ein wenig mit Farbkorrektur auseinandersetzen will, dem sei Express Color empfohlen.

Ein Muss ist die App für alle, die sich für Videos mit Farbkorrektur und Color Grading auseinander setzen müssen. Denn Express Color ist ein ideales und preisgünstiges Werkzeug, um den Umgang mit den Farbreglern zu üben. Für knapp 3 Euro ist das Programm Pflicht für alle Freunde gepflegter Farben. Auf dem iPhone ist mir allerdings der Bildschirm ein wenig zu klein, um da wirklich ernsthaft graden zu können.

Die App gibt es für das iPad und das iPhone im iTunes Store. Kostenpunkt derzeit: 2,69 Euro.

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