Das kleine Besteck für das Lernvideo

Wenn ich Lernvideos drehe, schneide ich mich ganz gerne als Sprecher (neudeutsch Talking Head) in das Bildschirmvideo mit hinein. Das hat den Vorteil, dass ich zwischendrin auch einmal etwas erklären kann. Denn ohne sprechenden Kopf würde bei einer Erklärung das Bildschirmvideo still stehen. Das ist optisch langweilig hoch drei.

Zum Abfilmen meines Kopfes verwende ich eine kleine Taschenkamera, die Sony RX 100 Mk III, die ich auf eine meiner Monitorboxen neben den Rechner stelle. Für die große Kamera ist an dieser Stelle gar kein Platz. Ich müsste meinen Schreibtisch verschieben, um die Kamera samt Stativ hinter den Tisch zu bringen und auf mich zu richten.

Da ist doch die RX 100 eine bessere Alternative – sie passt auf ein Gorillapod, ein kleines Stativ mit flexiblen Beinen.  Nachteil: Die kleine Sony hat nur ein eingebautes Mikro, aber den Ton nehme ich ohnehin über das Großmembran-Mikro auf, das direkt an den Computer angeschlossen ist und seinen Ton an Camtasia liefert.

Der Aufbau: Die kleine Sony-Kamera liefert den Talking Head.
Der Aufbau: Die kleine Sony-Kamera liefert den Talking Head.

Der Aufbau noch einmal im Überblick:

  • Bild vom sprechenden Kopf und Referenzton von der Sony-Kamera
  • Screenvideo und Hauptton von Camtasia auf meinem Mac

Nachträglich synchronisieren

Die Nachbearbeitung läuft so ab:

  1. Das Screenvideo in Camtasia vorbehandeln. Dabei geht es vor allem um die Zoom-Fahrten, um bestimmte Ausschnitte hervorzuheben. Wichtig: Nichts schneiden. Das passiert erst hinterher in Final Cut Pro X.
  2. Das Screenvideo als Quicktime-Datei im Codec Prores 422 exportieren.
  3. Die exportierte Datei und das Video aus der Sony-Kamera in Final Cut Pro X importieren.
  4. Screenvideo und Talking Head-Video als Multicam-Clip synchronisieren.
  5. Fertig schneiden und bei Bedarf zwischen Talking Head und Screen Video umschneiden.

Eventuell ziehe ich Schritt 1 auch noch in FCPX hinüber. Allerdings hatte ich der Vergangenheit da Probleme, vernünftige Zoom-Fahrten zu realisieren.

Das Ergebnis sieht dann zum Beispiel so aus:

Übrigens: Das Video ist komplett bei Tageslicht gedreht. Mein Arbeitszimmer zeigt nach Norden, da habe ich immer schön indirektes, weiches Licht.

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