Blog » Filmaufnahme bei Vernissage in dunklem Keller
Um Monster ging es am 16. Januar 2009 abends im Grüner-Keller. Ich war mit meiner Kamera dabei und habe interessante Herausforderungen erlebt.
Zum einen waren die Lichtverhältnisse ausgesprochen schlecht. Einzelne Kellerleuchten an den Wänden waren die Hauptlichtquellen - an der einen oder anderen Stelle gab es noch auf die Exponate gerichtete Spots. Meinen Lichtkoffer hatte ich daheim gelassen. Denn auf einer Vernissage mit drei Arri-Leuchten und Stativen herumzumachen, ist doch ein wenig zu viel des Guten. Dennoch habe ich es geschafft, mit meiner Canon XL 2 recht gute Aufnahmen hinzubekommen.

Der Vorteil der XL 2: Sie hat einen Schwachlichtmodus, der speziell auf dunkle Umgebungen ausgerichtet ist. Das Bildergebnis weist zwar einige Artefakte auf, aber die fallen kaum ins Gewicht. Dafür konnte ich ohne Kopflicht und ohne Extra-Beleuchtung drehen. Für das Interview zwischen Patrick Preller und Micha Leibrecht habe ich mir dann aber doch den Spot eines Monsters geborgt und ihn auf die beiden Interviewpartner gerichtet.
Einige Szenen sind dennoch zu dunkel geworden und bei der Nachbearbeitung rausgeflogen. Auch aus dem Grund ist es wichtig, einfach genug Material zu sammeln. Meine Faustregel ist: Pro Minute Film am besten zehn Minuten Material. Bei schwierigen Bedinungen wie denen hier im Keller darf es auch ruhig etwas mehr sein.
Ein weiteres Problem brachte der Boden mit sich: er war an einen Stellen ausgesprochen schief. Mein Manfrotto-Stativ hat zwar einen kleine Wasserwaage zum Ausrichten. Aber die war in der Dunkelheit kaum zu erkennen. Das Ergebnis: Noch etwas mehr Ausschuss wegen schiefer Aufnahmen. Denn einmal habe ich das Stativ nicht an der Wasserblase in der Waage ausgerichtet sondern an deren Schatten. Auch das fällt unter "Erfahrung im Dunklen".
Das Ergebnis meiner Aufnahmen können Sie in den Referenzen Online-Journalismus bewundern.