Filmaufnahme bei Vernissage in dunklem Keller

Monsterblicke unter uns mit Patrick Preller

Der Fürther Künstler Patrick Preller hat vom 16. bis 19. Januar 2009 eine Ausstellung im ehemaligen Fürther Grüner-Keller veranstaltet. Seine sympathischen Monster aus Metall stehen im Mittelpunkt dieses Beitrags:

Der Dreh stellte mich seinerzeit vor einige Herausforderungen: Zum einen waren die Lichtverhältnisse ausgesprochen schlecht. Einzelne Kellerleuchten an den Wänden waren die Hauptlichtquellen - an der einen oder anderen Stelle gab es noch auf die Exponate gerichtete Spots.

Meinen Lichtkoffer hatte ich daheim gelassen. Denn auf einer Vernissage mit drei Arri-Leuchten und Stativen herumzumachen, ist doch ein wenig zu viel des Guten. Dennoch habe ich es geschafft, mit meiner Canon XL 2 recht gute Aufnahmen hinzubekommen.

Der Vorteil der XL 2: Sie hat einen Schwachlichtmodus, der speziell auf dunkle Umgebungen ausgerichtet ist. Das Bildergebnis weist zwar einige Artefakte auf, aber die fallen kaum ins Gewicht. Dafür konnte ich ohne Kopflicht und ohne Extra-Beleuchtung drehen. Für das Interview zwischen Patrick Preller und Micha Leibrecht habe ich mir dann aber doch den Spot eines Monsters geborgt und ihn auf die beiden Interviewpartner gerichtet.

Einige Szenen sind dennoch zu dunkel geworden und bei der Nachbearbeitung rausgeflogen. Auch aus dem Grund ist es wichtig, einfach genug Material zu sammeln. Meine Faustregel ist: Pro Minute Film am besten zehn Minuten Material. Bei schwierigen Bedinungen wie denen hier im Keller darf es auch ruhig etwas mehr sein.

Ein weiteres Problem brachte der Boden mit sich: er war an einen Stellen ausgesprochen schief. Mein Manfrotto-Stativ hat zwar einen kleine Wasserwaage zum Ausrichten. Aber die war in der Dunkelheit kaum zu erkennen. Das Ergebnis: Noch etwas mehr Ausschuss wegen schiefer Aufnahmen. Denn einmal habe ich das Stativ nicht an der Wasserblase in der Waage ausgerichtet sondern an deren Schatten. Auch das fällt unter "Erfahrung im Dunklen".

 

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