Kommt auf den Punkt!

Da habe ich neulich einen Link gesehen “10 Tipps, um in Instagramm besser gesehen zu werden”. Aufgemacht – und dann erst einmal drei Bildschirmseiten lang durch einen Besinnungsaufsatz geackert: Warum ist Instagram so toll, warum wollen wir alle Influencer werden. Eine Einleitung. Unnütz. Die Headline versprach mir 10 Tipps, aber ich sehe erst einmal belangloses Gefasel. Ich bin schon bei Instagram, ich muss es nicht noch toll finden, ich will mich verbessern und ich will diese 10 Tipps.

Irgendwann kommen die Tipps dann tatsächlich. Aber die Headline hat ein Versprechen abgegeben, das der Text nicht eingehalten hat.

Drei Gründe sehe ich für das Problem:

  • viele schreiben sich warm und vergessen, das Material anschließend zu löschen.
  • in der Schule haben wir gelernt, Einleitung – Hauptteil – Schluss. Ist toll für die Schule, fatal, wenn man das Interesse der Lesenden halten will.
  • der langatmige Anlauftext zielt auf die Verweildauer ab. Eine Kennzahl, die viele mit Interesse verwechseln. Eine lange Verweildauer kann natürlich langes Interesse signalisieren. Sie lässt sich aber auch erzielen, indem wir den gesuchten Content möglichst weit unten platzieren. So müssen die Leute erst einmal herunter scrollen. Und wir belügen uns selbst…

Die Lösung:

  • auf den Punkt kommen. Sofort. Das ist im Interesse der Leser.
  • Texte überarbeiten. Nach dem Schreiben noch einmal kritisch über den eigenen Text gehen und Überflüssiges rauswerfen.
  • Im Interesse der Leser handeln. Nicht mit deren Aufmerksamkeit spielen, nicht in der Headline lügen.

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