Workflow: Vortragsvideos einlesen und bearbeiten

Hier der Workflow, in dem ich nacheinander die Videoproduktion der Ignite Talks in Nürnberg abarbeite, also die 5-Minuten-Vorträge.

Zunächst habe ich alles Material auf eine externe Festplatte eingelesen, die via Firewire 800 angeschlossen ist. Das DV-Material von der XL2 konnte ich nur mit iMovie 09 so einlesen, dass der Ton gepasst hat. Mit Final Cut Pro hatte der Ton Knackser und Plopp-Geräusche – er war unbrauchbar. Was genau die Ursache ist, und wie ich das beheben kann, weiß ich leider im Moment nicht.

Workflow Vortragsvideos Ignite Nürnberg

Hier die weiteren Schritte:

Vorbereitung

  • Aufteilen der knapp 40 Gigabyte großen Videdatei mit den Vorträgen in Files, die jeweils nur einen Vortrag enthalten. Werkzeug: Quicktime Pro 7. Das Programm ist ein Schatz bei so etwas.
  • Vorbereiten einer Sequenz in Final Cut Pro mit der Auflösung 1280×720 – das Material aus der Panasonic wird dann beim Einfügen in die Sequenz verkleinert.
  • Hinzufügen der Footage aus der XL2.
  • Import der PDF-Präsentationen in Photoshop Elements und Export als PNG-Dateien.

Ton

  • Ausrichten der beiden Videospur, dass sie etwa synchron laufen.
  • Ausrichten der Tonspur anhand der Wellenform (in Final Cut Pro schaltet man die Waveform-Ansicht mit [Alt – Cmd – W] ein).
  • Senden der Sequenz an Soundtrack Pro. Ohne die Videodaten.
  • Soundtrack Pro braucht eine Weile, um das Tonmaterial aus der XL2 einzulesen und darzustellen. Zusätzlich muss ich den Track in “Multiclip” konvertieren, damit ich ihn auch abspielen kann.
  • Entfernen aller automatischen Lautstärke-Einstellungen, die von Final Cut Pro mitgeliefert wurden (hier der Thread im Apple Support Forum dazu).
  • Aussteuern der beiden Spuren. Die Mikrofon-Spur des Sprechers bekommt zudem noch den Filter “Compressor” in den Standardeinstellungen verpasst.
  • Exaktes Anpassen der beiden Spuren mit Hilfe der Zeitdehnungs-Funktion von Soundtrack Pro.
  • Export des Soundfiles und Re-Import in Final Cut.

Video

  • Einfügen der Präsentationsgrafiken, ausrichten. Glücklicherweise wird jede Folie exakt 15 Sekunden angezeigt, so dass ich nur den ersten Übergang zwischen zwei Folien exakt ausrichten muss.
  • Übergänge zwischen den Grafiken einfügen.
  • Logo einfügen.
  • Bauchbinde mit Namen des Vortragenden.
  • Kopieren der Videospur, einfügen genau über der Originalspur, entsättigen, also nach Schwarzweiß konvertieren und mit Überlagern über die Spur darunter legen. Anpassen der Farben in der unteren Spur. Das Resultat: knackiger Kontrast und meiner Ansicht nach eine schöne Atmosphäre.
  • Senden des ganzen Spaßes an Compressor, Export mit Quicktime H.264.

Um das Video immer wieder zwischendurch zu überprüfen, schalte ich so viele Spuren wie möglich aus, zeige nur die unterste Spur und das, was ich dazu noch brauche. Dann ruckelt es beim Abspielen nicht so sehr.

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