Final Cut Pro X Update 10.3

Final Cut Pro X hat schon einige Updates hinter sich, seit das Programm auf den Markt kam. Aus einem sehr grundlegenden Software-Paket hat sich mittlerweile ein meiner Ansicht nach fantastisches Schnittwerkzeug entwickelt.

In diesem Text habe ich meine Meinungen und Gedanken zu den einzelnen Updates zusammen gefasst.

Final Cut X 10.3

Donnerwetter, was fĂŒr ein Update. Und endlich komme ich dazu, mir die 10.3 in Ruhe anzusehen. Eine Liste der neuen Features gibt es bei Apple. Ich beschrĂ€nke ich mich auf die Features, die direkt meine Arbeit betreffen und mir auffallen.

Hier meine Notizen:

Generell

Im Großen und Ganzen wirkt Final Cut Pro X 10.3 frischer, aufgerĂ€umter, sauberer, schlanker. Einfach schön. Einziges Problem: ein paar Bedienelemente sind umgezogen. Ich musste eine Weile suchen, bis ich die Titel zum Beispiel gefunden habe.

Das hier habe ich gesucht und wieder gefunden:

  • Die Titel und Generatoren sind ebenso wie Musik und Bilder nicht mehr rechts unten bei den Filtern, sondern links oben bei den Medien zu finden. In sich ist das auch logisch. Schließlich werden Titel und Generatoren als Elemente zu den Filmen hinzugefĂŒgt, passen also logisch eher in den Bereich, in dem auch die Mediathek ihre Ereignisse zeigt.
  • Der Zoom-Regler fĂŒr die Timeline ist in ein MenĂŒ verschwunden, das sich rechts ĂŒber der Timeline befindet. Das ist fĂŒr mich ungewohnt, den Regler hatte ich viel benutzt und hĂ€tte ihn auch gerne zugĂ€nglicher, da ich oft in der Timeline zoome. Werde dafĂŒr jetzt wohl Tastenkombinationen verwenden.
Musik, Titel und Generatoren sind jetzt oben links. Eigentlich logisch.
Musik, Titel und Generatoren sind jetzt oben links. Eigentlich logisch.

Zeitanzeige im Blick

In den vorigen Versionen habe ich immer eine Anzeige gesucht, wie lange der aktuell markierte Clip ist. Letztlich habe ich dann immer doppelt auf die Timecode-Anzeige geklickt und hatte meine Information.

Jetzt springt mir die LĂ€ngenangabe sofort in die Augen. Clip markieren und schon sehe ich die LĂ€nge des Clips sowie die GesamtlĂ€nge des Projektes. Ich bin mir nicht sicher, ob es diese Info schon in den Vorversionen gab. Falls ja, habe ich sie ĂŒbersehen. Und das wiederum spricht fĂŒr das neue Interface.

Endlich sehe ich sofort, wie lange ein Clip ist.
Endlich sehe ich sofort, wie lange ein Clip ist.

Clip-Darstellung

Es ist wirklich witzig: Ich weiß nicht mehr genau, wie das frĂŒher vor 10.3 war. Ich bin mir sicher, man konnte das Aussehen der Clips im Ereignisfenster beeinflussen. Ich habe zum Beispiel immer die Zeitanzeige verwendet, um die Clips weiter auseinander zu ziehen und so mehr Überblick ĂŒber den Inhalt zu bekommen.

Aber ich bin mir nicht mehr sicher, wo denn das Werkzeug war, um die GrĂ¶ĂŸe der Clip-Thumbnails zu beeinflussen. Wo immer sie gewesen sein mögen. Ich habe sie erst mit 10.3 entdeckt und finde es klasse, dass ich die Thumbs nun auch skalieren kann.

Abgesehen davon gibt es noch die „Kontinuierliche Wiedergabe“. Die ist praktisch, wenn man sich ohne dauerndes Klicken durch die gesamte Footage arbeiten möchte.

Alle Werkzeuge zur Clip-Darstellung auf einen Blick.
Alle Werkzeuge zur Clip-Darstellung auf einen Blick.

Final Cut Pro X 10.1.3

Leute, macht den Appstore auf und holt Euch das neue Final Cut Pro X. Jetzt haben wir den Versionsstand 10.1.3. Neu ist nix, dafĂŒr gibt es aber eine Reihe von Bugfixes. Drolligerweise sind mir die Fehler gar nicht aufgefallen…

Die Update-Infos von Final Cut Pro X 10.1.3
Die Update-Infos von Final Cut Pro X 10.1.3

Kurz die Neuerungen, wie ich sie verstehe

„Behebt Probleme beim Brennen einer Blu-ray Disc oder Erstellen eines Blu-ray Disk-Image“

Offenbar hat es beim Brennen von Bluray-DVDs Probleme gegeben, die jetzt mit dem Update behoben sind.

„Zwischen Clips eingesetzte Farbkorrekturen bleiben beim Bereitstellen erhalten“

„Zwischen Clips eingesetzte Farbkorrekturen“ – da verstehe ich nicht, was gemeint ist. Ich gehe mal davon aus, dass es sich um Farbkorrekturen handelt, die zwischen Clips kopiert und eingesetzt wurden. Offenbar wurden die beim Rausrendern verworfen. (Darauf weist auch die englische Fassung der Update-Notizen hin). Mich wundert es fast ein wenig, dass mir da nix untergekommen ist, denn ich nutze das Kopieren und EinfĂŒgen von Farbkorrekturen recht gerne.

„Effekte, die in Ă€lteren Versionen der App im Browser auf Clips angewendet wurden, bleiben erhalten, wenn diese Clips zur Timeline hinzugefĂŒgt werden“

Der Bug ist mir zum GlĂŒck auch nicht untergekommen. Effekte, die auf Clips in Ă€lteren FCPX-Versionen eingefĂŒgt wurden, sind wohl auch gerne mal verschwunden. Auch das nutze ich recht gerne: Lange Interview-Clips bearbeite ich direkt aus der Mediathek heraus in einer Timeline, beispielsweise fĂŒr die Farbkorrektur. Das spart mir spĂ€ter eine Menge Gefrickel, wenn ich das Video schneide.

„XLM Round-Trips werden korrekt importiert, wenn Clips mit LĂŒcken verwendet werden“

XML Round Trips werden besser importiert – na gut. Ist mir zum GlĂŒck auch nicht passiert.

„Verbessert die ZuverlĂ€ssigkeit von automatischen Mediatheks-Backups“

ZuverlĂ€ssigkeit bei Mediatheks-Backups – feine Sache. Aber auch hier hatte ich keine Probleme. Wobei man solche Probleme ja immer erst dann bemerkt, wenn man ein Backup zurĂŒck spielen möchte.

„Verbessert die StabilitĂ€t beim Skimmen grĂ¶ĂŸer werdender Dateien im Browser“

StabilitĂ€t beim Skimmen schadet auch nicht. Gerade bei solchen Sachen verabschiedet sich Final Cut Pro X schon mal gerne. Allerdings verstehe ich das „grĂ¶ĂŸer werdend“ nicht so ganz. Wie können die Dateien im Browser denn grĂ¶ĂŸer werden? Bei den „grĂ¶ĂŸer werdenden Dateien“ handelt es sich vermutlich um Dateien, die laufend eingespielt werden, also bei einer Art Live-Übertragung auf einen Server oder ein Medium. Ich muss das mal selbst ausprobieren.

Und wann kommen neue Features?

Ich bin gespannt, wann Final Cut Pro X endlich mit neuen, dringend notwendigen Features kommt. Wie wĂ€re es endlich mit einem vernĂŒnftigen Audio-Werkzeug, um Tonspuren besser nachzubearbeiten oder zumindest sie so zu exportieren, dass man sie mit gĂ€ngigen Audioprogrammen gut nachbearbeiten kann. Oder hĂ€nge ich da nur zu sehr an meinem alten Workflow mit Soundtrack Pro?

Oder einem Werkzeug, um Clips direkt aus FCPX heraus an Motion zu senden. Gerade solche Komfortmerkmale machen Premiere so attraktiv: Da bleibt alles in der Timeline und ich kann es direkt von dort heraus in After Effects bearbeiten oder sogar mit Speedgrade korrigieren.

Ich bin gespannt, was kommt. Vielleicht ĂŒberrascht uns Apple ja auch 🙂 Oder es kommt ein Final Cut Pro XI?

Final Cut Pro X 10.1.2

Kaum gönne ich mir einen kleinen Urlaub, kommt schon Final Cut Pro X 10.1 mit einem Update. Seit Ende Juni 2014 gibt es nun also Final Cut Pro X 10.1.2

Ich habe noch keinen kompletten Überblick, aber das, was ich bislang ausprobiert habe, gefĂ€llt mir.

  • Optimierte Medien, Proxydateien und Renderdateien lassen sich jetzt an beliebigen Orten außerhalb der Mediathek speichern

Das klingt schon mal gut: Final Cut Pro X erzeugt bei der Arbeit ja jede Menge Dateien, damit es schneller geht. Nach Farbkorrekturen zum Beispiel oder GrĂ¶ĂŸenĂ€nderungen wird ein neuer Filmclip berechnet und zwischengespeichert. Ist dieses Rendern abgeschlossen, kann man den Film im Schnittfenster flĂŒssig anschauen. Dieses Rendern beschleunigen die Arbeit enorm, braucht aber eine Menge Platz.

Wenn der Platz auf Ihrer Schnittplatte knapp wird, können Sie die Render-Dateien sowie andere von FCPX erzeugte Dateien jetzt auslagern, zum Beispiel auf ein ein anderes Laufwerk.

Der Vorteil: Die Schnittplatte bleibt von Datenballast verschont. Und eventuell bietet das sogar einen Weg, die Rohdaten auf einem relativ langsamen Netzlaufwerk zu lassen und nur die Renderdaten lokal zu speichern. Ich muss das mal ausprobieren.

In den Mediathekseigenschaften legen Sie Speicherorte fest fĂŒr Dateien, die von FCPX erzeugt werden.
In den Mediathekseigenschaften legen Sie Speicherorte fest fĂŒr Dateien, die von FCPX erzeugt werden.
  • In den Mediathekseigenschaften lassen sich die Speicherorte fĂŒr jede Mediathek einzeln festlegen

Das finde ich auch ganz gut: Jede Mediathek trĂ€gt dann die Info ĂŒber die extern gespeicherten Dateien mit sich. Allerdings sehe ich ein Proböe,m: Was ist, wenn ich eine Mediathek mit extern gespeicherten Medien auf einem anderen Rechner weiter bearbeiten will? Dann muss ich vermutlich erst alles zusammen sammeln. Zumindest habe ich dafĂŒr auch eine Option gesehen. Vor dem Weitergeben eines Projekts also erst einmal alles sammeln – oder löschen. Dann werden die Render- und Proxy-Files auf dem anderen Computer bei Bedarf neu erzeugt.

Der zustĂ€ndige MenĂŒeintrag fĂŒr die Mediathekseigenschaften ist Ablage – Mediathekseigenschaften.

Das MenĂŒ Ablage hat jetzt einen Eintrag fĂŒr die Mediathekseigenschaften.
Das MenĂŒ Ablage hat jetzt einen Eintrag fĂŒr die Mediathekseigenschaften.
  • Von FCPX erzeugte Dateien schnell löschen

Na endlich. Bislang war es ein ziemliches GewĂŒrge, wenn man zum Abschluss eines Projektes alle ĂŒberflĂŒssigen Dateien löschen wollte. Jetzt geht das ĂŒber ein Interface fĂŒr die komplette Mediathek. Wo zu das Ganze? Nun, es spart eine Menge Platz, wenn Sie zum Beispiel ein Projekt archivieren wollen. Und es geht ja nichts verloren, was sich nicht wieder anhand der Originaldateien und der Metadaten in der Mediathek neu erzeugen ließe.

Endlich: ein einheitliches, ĂŒbersichtliches Interface, mit dem Sie ĂŒberflĂŒssige Dateien los werden.
Endlich: ein einheitliches, ĂŒbersichtliches Interface, mit dem Sie ĂŒberflĂŒssige Dateien los werden.
  • Die Anzeige fĂŒr benutzte Medien funktioniert jetzt auch mit zusammengesetzten Clips, Multicam-Clips und synchronisierten Clips 

Klingt gut, muss ich mir mal noch genauer ansehen. Generell hilft mir die Anzeige der benutzten Clips im Ereignis-Viewer schon sehr bei der Orientierung in grĂ¶ĂŸeren Projekten.

  • Der Ereignis-Viewer zeigt auf Wunsch nur unbenutze Medien an

Hm, nach dieser Option hatte ich noch nie das BedĂŒrfnis. Aber es hilft immer, noch eine weitere Sicht auf die verwendete Footage zu haben. Ich denke, bei der Suche nach Schnittbildern kann das gut helfen, wenn ich eben eine Einstellung suche, die noch nicht im Film vorkommt.

Jetzt gibt es eine Option, auch unbenutzte Clips anzeigen zu lassen.
Jetzt gibt es eine Option, auch unbenutzte Clips anzeigen zu lassen.
  • Schnelleres und genaueres Synchronisieren von Clips

Damit hatte ich bislang noch keine Probleme. Aber mehr Geschwindigkeit und Genauigkeit können nie schaden.

  • Bessere Audioaufnahme mit Countdown und automatischer Erzeugung von Alternativen aus mehreren Takes

Klingt gut, werde ich bald ausprobieren. Muss einen Layout-Text fĂŒr ein grĂ¶ĂŸeres Projekt sprechen.

Die Audio-Aufnahmefunktionen in FCPX 10.1.2 wurden deutlich verbessert.
Die Audio-Aufnahmefunktionen in FCPX 10.1.2 wurden deutlich verbessert.
  • Fast export of cuts-only projects containing XDCAM media – Schnellerer Export von Schnittprojekten mit XDCAM-Medien

Das könnte interessant sein fĂŒr mich – meine F3 liefert ja XDCAM. Allerdings hat sich das auch frĂŒher nicht langsam angefĂŒhlt.

  • Die Mediathek als XML-Datei exportieren

Wenn ich mich recht entsinne, ging das vorher nur mit Projekten. Ein guter Ansatz, um beispielsweise ĂŒber Drittprogramme alle Informationen wie Schlagwörter oder Notizen aus einem Projekt zu ziehen.

  • Auswahl einer Mediathek zeigt die SchlĂŒsselmetadaten im Informationsfenster an

Ist mir nicht ganz klar, was Apple da meint. Geht es um das Info-Fenster im Finder? Da sehe ich keine „SchlĂŒsselmetadaten“. Mal nachforschen.

  • Relative und absolute LautstĂ€rke eines Clip-Bereichs festlegen

Muss ich auch ausprobieren. Ist mir noch nicht ganz klar, was damit gemeint ist.

  • Beim Import werden die Finder-Tags mit in FCPX ĂŒbernommen

Finde ich eine pfiffige Idee. Auf diese Weise lÀsst sich Footage schon mal vorab taggen.

  • Ereignisse lassen sich in der Mediatheken-Liste nach Datum oder Namen sortieren

Prima, mehr Überblick!

  • Clips importieren, indem man sie direkt in die Übersicht zieht

Ist mir nicht ganz klar – meint Apple hier die Übersicht im Ereignis-Viewer? Muss ich noch klĂ€ren.

  • 4K Videos nach Vimeo hochladen

Fein.

  • Eine Standard-Lookup-Table (Rec. 709) lĂ€sst sich in Echtzeit auf Rohmaterial mit hohem Kontrastumfang anwenden

Das erinnert mich an ein Projekt, das ich auf Premiere geschnitten hatte: Da habe ich ewig gesucht, bis ich endlich eine Funktion gefunden habe, um die 4K-RAW-Daten endlich sichtbar zu machen. Von daher: unbedingt nĂŒtzlich. Hoffentlich bekomme ich bald mal RAW-Material, um das auszuprobieren.

  • FCPX wendet automatisch eine 3D-Lookup Table fĂŒr Videodaten aus der Arri Amira an

Interessant – klingt nach guter Kooperation zwischen Apple und Arri. Jetzt brauche ich nur noch eine Amira 😉

  • UnterstĂŒtzung von Apple ProRes 4444 XQ

Wenn ich das richtig gelesen und verstanden habe, bietet die Arri Amira dieses Format an.  Warum also nicht unterstĂŒtzen. Finde ich interessant und vielleicht bekomme ich mal Amira-Footage.

Fehlerbehebungen

Ganz am Schluss der Liste hat Apple noch zwei sehr spannende Punkte.

  • Faster opening, closing, copying, and overall performance when working with large libraries

Mehr Geschwindigkeit und bessere Performance finde ich ja immer gut. Vielleicht probiere ich das mal mit meinem Dokumentarfilm aus. Da habe ich ein knappes TByte Rohdaten und die Arbeit war schon gelegentlich zÀh.

  • Linear and smooth motion interpolation between keyframes applies to both time and distance

Vielleicht löst das endlich ein lÀstiges Problem, das ich hatte, wenn ich in Screenvideos Bildschirmbereiche einzoomen wollt. Denn trotz aller Einstellungen hat FCPX da immer irgendwelchen Bezier-Kurven-Blödsinn gemacht. Hoffe, das ist damit tatsÀchlich behoben.

Final Cut Pro X 10.1.1

Nicht einmal einen Monat hat es gedauert, bis die 10.1.1 kommt. Mit der neuesten Version des Apple-Schnittprogramms kommen ein paar Bugfixes.

Die wichtigsten Punkte des Updates laut Apple:

  • BehĂ€lt Mediendateien bei, wenn keine Verbindung zum externen Laufwerk oder Netzwerk besteht, wĂ€hrend eine Mediathek konsolidiert wird.
  • Korrigiert ein Problem beim Laden von Audioinhalten in die Übersicht „Musik und Ton“
  • Korrigiert ein StabilitĂ€tsproblem beim Anwenden eines Motion-Effekts mit dem Verhalten „Abspanntext“
  • Schnelleres Umschalten zwischen Proxy- und Originalmedien bzw. optimierten Medien
  • Verbessertes Antwortverhalten der Timeline bei sehr großen Projekten

FĂŒr mich vor allem interessant ist, dass das Problem mit der Audio-Bibliothek behoben ist, das ich hier beschrieben hatte.

fcpx-10.1.1-sound
Endlich geht es wieder: Mit dem Update auf die 10.1.1 ist das Problem mit der Sound-Library behoben.

Von den anderen Fehlern hatte ich bislang nichts mitbekommen. Wohl aber hatte sich die Anzahl der AbstĂŒrze erhöht. Oder nennen wir sie mal HalbabstĂŒrze. Das waren Situationen, in denen FCPX sinngemĂ€ĂŸ gesagt hat „Ich kann das nicht, ich beende mich jetzt, damit keine Daten verloren gehen.“ Ich hoffe, dass diese AbstĂŒrze mit dem Update dann auch Vergangenheit sind.

fcpx-update-meldung
Schon da: Zum 16. Januar 2014 kam das Update auf Final Cut Pro X 10.1.1.

Das Update ist bereits im Appstore verfĂŒgbar.

Final Cut Pro X 10.1

Endlich ist das neue Final Cut Pro X da. Wichtigste Neuerung: Final Cut Pro 10.1 hebt die Trennung von Ereignissen und Projekten auf. KĂŒnftig ist ein Projekt fest einem Ereignis zugewiesen.

Endlich da: Das Update mit vielen Neuerungen im Projekt- und Dateihandling.
Endlich da: Das Update mit vielen Neuerungen im Projekt- und Dateihandling.

Ereignisse und Projekten wiederum fasst das Programm in Mediatheken zusammen. Mediatheken können Sie öffnen und schließen – es sind also nicht mehr alle Ereignisse und Projekte von allen angeschlossenen DatentrĂ€gern im Programmfenster zu sehen.

Die Installation

Bei der Installation wandelt Final Cut Pro 10.1 alle Ereignisse und Projekte auf einem Laufwerk in eine einzige große Mediathek um. Die ProjektĂŒbersicht ist nach der Konvertierung verschwunden.

Final Cut Pro 10.1 konvertiert alle Ereignisse und Projekte auf einem Volume und fasst sie in einer Mediathek zusammen.
Final Cut Pro 10.1 konvertiert alle Ereignisse und Projekte auf einem Volume und fasst sie in einer Bibliothek zusammen.

Nach der Konvertierung

Nach der Konvertierung hat man also eine große Mediathek, die alle Ereignisse und Projekte auf der Festplatte zusammenfasst. Das wirkt erst einmal unĂŒbersichtlich. Aber mit ein wenig Arbeit kommt der Überblick schnell wieder zurĂŒck. Erste Maßnahme ist: Die Projekte den Ereignissen zuordnen. Die Projekte stecken in Aktualisierte Projekte.

Nach der Konvertierung sind die Projekte erst einmal unsortiert in der Mediathek. Jetzt heißt es: Zuordnen.
Nach der Konvertierung sind die Projekte erst einmal unsortiert in der Bibliothek. Jetzt heißt es: Zuordnen.

Am einfachsten geht das so: Einfach ein Projekt schnappen und auf das zugehörige Ereignis ziehen. Das Ganze dann so oft wiederholen, bis alle Projekte in ihren Ereignissen stecken. Schon ist alles beieinander. Bei vielen Projekten kann das ein paar Minuten dauern, aber es lohnt sich.

Per Drag and Drop sortiert Ihr die Projekte den Ereignissen zu.
Per Drag and Drop sortiert Ihr die Projekte den Ereignissen zu.

Die Ereignisse auf Mediatheken verteilen

Über das letzte Jahr haben sich unzĂ€hlige Projekte und Ereignisse auf meinen Platten breit gemacht. Mit dem Event Manager X habe ich versucht, die Mengen an Clips und Projekten einigermaßen unter Kontrolle zu halten. Das ist jetzt nicht mehr notwendig.

Die Mediatheken kann ich öffnen und schließen, ganz wie es mir gefĂ€llt. Und natĂŒrlich kann ich sie auf andere Laufwerke kopieren. Und noch besser: Ich kann auf einem Laufwerk mehrere Mediatheken anlegen. Final Cut Pro 10.1 macht das Sortieren einfach.

Als ich wie oben beschrieben die Projekte den Ereignissen zugeordnet hatte ging es weiter. FĂŒr jeden Kunden habe ich auf meiner Schnittfestplatte eine Mediathek eingerichtet. Dort hinein kommen alle Projekte und Ereignisse des Kunden.

Ein Beispiel: ich habe zwei Ereignisse in einer großen, von FCPX generierten Mediathek, die ich in eine neue Mediathek auslagern will: Dann markiere ich die Ereignisse und wĂ€hle im MenĂŒÂ Ablage – In Mediathek bewegen – Neu.

Mit einem simplen MenĂŒbefehl verschiebt Ihr Ereignisse in andere Mediatheken.
Mit einem simplen MenĂŒbefehl verschiebt Ihr Ereignisse in andere Mediatheken.

Dann erzeuge ich eine neue Mediathek und darin landen alle Ereignisse. Die Mediathek darf selbstverstÀndlich auch auf einem anderen Laufwerk liegen.

Das Zusammenlegen von Mediatheken soll dafĂŒr sorgen, dass die Daten konsistent in der Library sind. Das Suchen nach Files in anderen Ereignissen sollte damit passĂ© sein.
Das Zusammenlegen von Mediatheken soll dafĂŒr sorgen, dass die Daten konsistent in der Library sind. Das Suchen nach Files in anderen Ereignissen sollte damit passĂ© sein.

Das Verschieben der Dateien kann je nach Menge eine ganze Weile dauern. Praktisch: Es findet im Hintergrund statt. Ich kann Final Cut Pro X also gleich mit mehreren Verschiebeaktionen beauftragen.

Snapshots von Projekten

Endlich kann man dann ohne besondere Tricks seine Projekte auf das Notebook kopieren und mitnehmen. Snapshots von Projekten man jetzt auch aufnehmen können. Das klingt interessant: Den aktuellen Projektstatus wegspeichern, bevor man etwas Ă€ndert. Bislang musste ich dafĂŒr ein Projekt duplizieren, was nicht nur unbequem war, sondern irgendwie auch nicht schlĂŒssig.

Da die Projekte jetzt fest zu Ereignissen gehören, bleibt auch der Überblick gewahrt, wenn ich mal ein paar Snapshots mehr mache.

Backup eingebaut

FĂŒr Backups nutze ich derzeit a) Handarbeit und b) ein Programm namens „Backups for Final Cut Pro“. Ich hoffe, das wird ĂŒberflĂŒssig. Denn FCPX verspricht eingebaute Backup-Funktionen auf andere Laufwerke. Das werde ich mir in jedem Fall gut ansehen. Besonders wichtig ist fĂŒr mich, dass die Projektdaten regelmĂ€ĂŸig gesichert werden.

Und genau das macht Final Cut Pro X auch: Ein den Einstellungen kann ich einen Backup-Ordner festlegen. Darin landen die Daten aller Projekte, an denen ich arbeite. Achtung: Nur die Datenbank-Daten werden gesichert. Die Mediendateien nicht.

In den Einstellungen kann ich den Zielort fĂŒr Backups der Mediatheken eintragen.
In den Einstellungen kann ich den Zielort fĂŒr Backups der Mediatheken eintragen.

Mehr Leistung

Final Cut Pro X ist ohnehin schon fix. Aber es gibt einige Stellen, an denen es schwĂ€chelt. Zum Beispiel beim Vergeben von Schlagwörtern. Oft habe ich zu schnell getippt, das Programm hat das irgendwie verschluckt und statt eines Schlagworts nur ein Wortfragment vergeben. Ärgerlich. Insofern kommt mir die AnkĂŒndigung sehr entgegen, dass Final Cut Pro 10.1 jetzt hier mit besserer Leistung aufwartet. Änderungen in den Keyframes stehen ebenfalls auf der Liste. Da bin ich sehr gespannt. Denn Keyframes waren in FCPX bislang nur eines: unkomfortabel.

Mein erster Eindruck der neuen Version: Es geht flott voran, vielleicht sogar ein wenig flotter als in der Vorversion. Mit den Keyframes muss ich noch arbeiten – mir fĂ€llt gerade auf, dass ich die in meiner tĂ€glichen Arbeit so oft wie möglich meide.

4K – endlich richtig

Mein erstes 4K-Projekt 2013 musste ich in Premiere schneiden, weil FCPX nicht mit den XAVC-Dateien aus der F55 umgehen konnte. Angeblich soll das jetzt auch funktionieren. Direkt die von der F55 erzeugten MKV-Dateien einlesen kann das Programm immer noch nicht. Das verstehe ich nicht – Premiere kann das auch. Vermutlich also brauche ich die XAVC-Dateien in der Ordnerstruktur, wie sie die F55 ausgibt.

Außerdem unterstĂŒtzt FCPX die Ausgabe von 4k auf Monitoren. Wenn ich das richtig verstanden habe, geht das aber nicht auf allen Rechnern, sondern nur auf „ausgewĂ€hlten Mac-Computern“. Das wird dann wohl der neue Mac Pro sein 😉

Erstes Fazit

Die Installation und die Umstellung der Ereignisse und Projekte ging sauber vonstatten. Einmal allerdings ist mir FCPX dabei abgestĂŒrzt, jedoch ohne Datenverluste.

Final Cut Pro 10.1 ist ein wichtiges Update, vor allem was die Verwaltung der Daten angeht. Die Mediatheken erlauben es endlich, sauber Kunden voneinander zu trennen und den Überblick im System zu behalten. Mit dem „ich zeige alles, was auf der Platte ist“ ist jetzt zum GlĂŒck endlich Schluss.

Final Cut Pro X 10.0.6

Seit dem 23. Oktober 2012 gibt es das neue Final Cut Pro X 10.0.6. Hier meine Anmerkungen zum Update.

NatĂŒrlich habe ich das Update sofort installiert. NatĂŒrlich mitten in einem 30-Minuten-Projekt, das bis zum 26. Oktober fertig sein muss. Ein Mann muss tun, was ein Mann tun muss. Und ein Apple User sowieso.

Es sieht auch alles ganz gut aus. Die neuen Features mag ich jetzt gar nicht runter rattern, die gibt es bei Apple im Überblick. Ich bin teils begeistert, teils gleichgĂŒltig und es gibt zwei Sachen, die mich stören. (Die positiven EindrĂŒcke folgen weiter unten.)

Ey, Mann, wo ist meine Tonspur?

FĂŒr das Problem Nummer eins muss ich ein wenig ausholen:

FĂŒr mein Dokumentarfilm-Projekt habe ich mit dem einen Kamera-Mikro in zwei unterschiedlich ausgesteuerte KanĂ€le aufgezeichnet. So habe ich immer einen Kanal mit einem einigermaßen brauchbar ausgepegelten Ton. (Nein, ich mag keine Automatik).

Im Projekt habe ich dann folgendes gemacht: Bei jedem Clip die Audiospur auf „Dual Mono“ geschaltet und den nicht benötigten Kanal deaktivert. Bei Bedarf konnte ich ihn ja auch wieder dazu schalten.

Tonspuren in Final Cut Pro X

Nur: Nach dem Update auf 10.0.6 sind die zuvor deaktivierten KanĂ€le wieder aktiviert, dafĂŒr aber leer. Ärgerlich. Ich hoffe, ich brauche die KanĂ€le nicht noch. Immerhin kann ich sie aus den Originalen bei Bedarf rekonstruieren. Trotzdem sollte das nicht passieren.

Immer Ärger mit dem Doppelklick

Das zweite, kleine Ärgernis: Warum kann ich zusammengesetzte Clips nicht mehr per Doppelklick öffnen? Zumindest in meinem aktuellen Projekt geht das nicht mehr. Ich kann immer nur mit rechts auf den zusammengesetzten Clip klicken und muss dann In der Timeline öffnen wĂ€hlen. Der Doppelklick bleibt wirkungslos.

Mal sehen, ob das nur bei konvertierten Projekten so geht oder ob das auch bei allen anderen Clips passiert, die ich noch zusammensetzen will.

ErgÀnzung 24.10.12, 13 Uhr: Das mit den zusammen gesetzten Clips scheint in der Tat Absicht zu sein, da sich das Verhalten der neuen zusammengesetzten Clips komplett Àndert.

Schneller Export

Oh, Klasse, ganz große Klasse: Man kann jetzt Teile eines Projekts exportieren. Einfach den In- und Out-Punkt markieren und dann rechts ĂŒber den Share-Knopf rausgeben. Vor drei Wochen habe ich genau so ein Feature gebraucht, als ich ein Projekt in mehreren Teilen rausrender musste, weil die einzelnen Bestandteile auch einzeln abspielbar sein sollten.

Noch besser: Der Export, auch der ins Rohformat, lÀuft jetzt auch im Hintergrund. Im Test gerade hat FCPX rund 15 Sekunden noch ein paar Daten zusammen gekratzt und sich dann komplett in den Hintergrund verzogen.

Und das ĂŒberhaupt allerbesteste: Das funktioniert jetzt auch im Batch-Betrieb. Ich kann also – immer mit den rund 15 Sekunden Wartezeit zwischendrin jede Menge ExportauftrĂ€ge geben.

Export-Bildschirm von Final Cut Pro X

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