Mehr SchÀrfe dank Peaking

Peaking ist ein Hilfsmittel, um die SchĂ€rfe einzustellen. Doch warum brauchen wir das ĂŒberhaupt? Das Problem sind die winzigen Displays, die an den Kameras hĂ€ngen. Die bieten nicht genug Auflösung, um die SchĂ€rfe zu beurteilen.

Und wie hilft da Peaking? Grob gesagt markiert es farblich die scharfen Stellen im Bild. Das funktioniert allerdings nur dann, wenn genĂŒgend Licht vorhanden ist und das scharf zu stellende Objekt ausreichend Kontrast liefert. Denn an deutlichen Kontrasten orientiert sich das Peaking: Schwarze Schrift auf hellem Grund zum Beispiel ist ideal.

Bei meiner kleinen Panasonic HDC-SD707 schalte ich das Peaking mit der Option „Fokus Hilfe“ ein. Sobald ich im manuellen Modus scharf stelle, aktiviert sich das Peaking und zeigt mir an den scharfen Stellen einen blauen Saum.

Schon kleine Camcorder wie die SD707 bieten das nĂŒtzliche Peaking als Fokussierhilfe an.
Schon kleine Camcorder wie die SD707 bieten das nĂŒtzliche Peaking als Fokussierhilfe an.

Ebenso funktioniert das bei den grĂ¶ĂŸeren Kameras: Nur kann ich hier mit einem Knopf am GehĂ€use bequem das Peaking an- und ausschalten. Übrigens, selbst bei grĂ¶ĂŸeren externen Bildschirmen hilft es oft, Peaking zuzuschalten, um eine zweite Kontrollmöglichkeit zu haben. Gute externe Monitore bieten sogar ein eigenes Peaking an.

Wann uns Peaking tÀuscht

Blind auf das Peaking verlassen sollten Sie sich aber nicht. Mich hat es schon ein paar Mal böse getÀuscht. Zum Beispiel bei Detailaufnahmen von elektronischen Platinen. Die silbernen Kontakte einer Platine haben so einen hohen Kontrast zum Hintergrund, dass das Peaking schon sehr bald anschlÀgt. Aber oft liegt es falsch.

FĂŒr die Praxis bedeutet das: Immer nachkontrollieren. Auch bei Menschen in Interview-Situationen verlasse ich mich lieber auf die VergrĂ¶ĂŸerungsfunktion meiner Kamera als auf das Peaking. So eine VergrĂ¶ĂŸerungsfunktion finden Sie an grĂ¶ĂŸeren Kameras unter der Bezeichnung „Expanded Focus“.

Um scharf zu stellen schwenke ich bei Interviews die Kamera so, dass die Augen des Interviewpartners in der Bildmitte sind. Dann bitte ich ihn, direkt in die Linse zu sehen. An der Augen kann ich dann gut die SchÀrfe beurteilen und einstellen.

Andererseits bleibt manchmal keine Zeit, genau die SchĂ€rfe mit dem Expanded Focus zu prĂŒfen, zum Beispiel auf Veranstaltungen. Dann blende ich ein wenig ab – auf 5.6 oder 8 – und verlasse mich auf das Peaking oder wenn es ganz schnell gehen muss auf die SchĂ€rfeautomatik der Kamera.

Das Peaking der Sony NX5e lÀsst sich in der StÀrke und Farbe einstellen.
Das Peaking der Sony NX5e lÀsst sich in der StÀrke und Farbe einstellen.

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