Final Cut Pro X: Mediatheken und Projekte mitnehmen

Morgen soll es in den Urlaub gehen. Leider ist ein Projekt noch nicht ganz abgeschlossen. Deshalb werde ich es auf mein Macbook kopieren und mitnehmen.

Mit der neuesten Version von Final Cut Pro X geht das zum Glück recht einfach: Ich kopiere die Projektdatei. Fertig. Es gibt nicht mehr diesen Ärger mit Ereignissen und Projekten in Ordnern und seltsamen ID-Zuordnungen. Einfach kopieren und mitnehmen.

Wenn ich dann zurück komme und tatsächlich etwas ändern musste, werde ich die alte Mediathek umbenennen und wegsichern (man weiß ja nie). Dann kommt die geänderte Mediathek auf die Schnittplatte zurück.

Und so mache ich das:

So nehme ich meine Mediathek mit

Bevor ich die Library kopiere, schaue ich erst einmal auf ihre Größe. Die knapp 350 GByte im Beispiel hier lassen sich am besten über mein Gigabit-Netzwerk kopieren. Bei kleineren Libraries hätte ich eventuell einen USB-Stick verwendet oder sie per WLAN übertragen.

Aber für so eine Datenmenge lohnt es sich, hinter den Schreibtisch zu krabbeln und dort das Ethernet-Kabel herauszufischen, das mir neulich heruntergefallen war.

Ziemlich groß - beim Kopieren von Mediatheken zählt jedes Gigabyte.
Ziemlich groß – beim Kopieren von Mediatheken zählt jedes Gigabyte.

Bevor ich  mit dem Kopieren anfange, versuche ich Platz zu sparen. Final Cut Pro X legt in den Projekten und Ereignissen Renderdateien an. Dabei rechnet das Programm Filmdaten sowie Effekte, Schriften und so weiter gleich so aus, dass sie schnell angezeigt werden können. Im laufenden Betrieb ist das sehr praktisch, allerdings kostet das eine Menge Platz.

Die Mediatheken sind als Dateien auf der Festplatte zu finden.
Die Mediatheken sind als Dateien auf der Festplatte zu finden. (Die Projektnamen habe ich absichtlich weich gezeichnet 😉 )

Also starte ich erst einmal die Mediathek, die ich kopieren möchte, mit FCPX. Ein Doppelklick auf den Namen der Mediathek reicht dafür.

Die Renderdateien zu löschen spart eine Menge Speicherplatz.
Die Renderdateien zu löschen spart eine Menge Speicherplatz.

Anschließend klicke ich in der Mediathek das Ereignis an, dessen Renderdateien ich löschen möchte. (Hier im Beispiel habe ich nur ein Ereignis. Falls Sie mehrere Ereignisse in einer Mediathek haben, sollten Sie die Renderdateien jedes Ereignisses löschen.)

Dann öffne ich das Menü Ablage und klicke auf Renderdateien des Ereignisses löschen.

In diesem Fall ist mir Platzersparnis am wichtigsten. Deswegen lösche ich alle Renderdateien.
In diesem Fall ist mir Platzersparnis am wichtigsten. Deswegen lösche ich alle Renderdateien.

In diesem Beispiel will ich maximal Platz sparen, deshalb lösche ich alle Renderdateien. Im laufenden Betrieb lohnt es sich übrigens, immer mal wieder die nicht verwendeten Renderfiles zu löschen. Das spart Platz.

Rund 20 GByte gespart nach dem Löschen der Renderdateien.
Rund 20 GByte gespart nach dem Löschen der Renderdateien.

Nach dem Löschen der Renderdateien schließe ich FCPX wieder und sehe mir das Ergebnis an. Hier im Beispiel habe ich immerhin rund 20 GByte gespart.

Jetzt kann die die Mediathek einfach auf mein Macbook kopieren.

Und was ist mit externen Dateien?

Oh, guter Hinweis: Ich arbeite ausschließlich so, dass die verwendeten Filmclips in der Mediathek gespeichert werden. Falls Sie jedoch die Filmdateien außerhalb der Mediathek liegen haben, müssen Sie eine Entscheidung treffen:

  • Sind die Rohdaten auch dort verfügbar, wohin die Mediathek reist? Sprich: Nehmen Sie zum Beispiel noch die externe Platte mit, auf denen auch die Daten liegen? Ist das der Fall, brauchen Sie nichts weiter unternehmen.
  • Sind die Rohdaten dort nicht verfügbar, wohin Ihre Mediathek reist? Dann sollten Sie vor dem Kopieren der Mediathek alle Rohdaten in der Mediathek zusammenführen. Das geht, indem Sie mit der rechten Maustaste auf das Ereignis klicken und dann Ereignisdateine zusammenlegen … wählen.

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