Import in Final Cut Pro X

Da bremst er sich schon ein, der Enthusiasmus über Final Cut Pro X. Zwar recodiert das Programm ganz prima von der Kamera importierte Videos ins ProRes 422-Format. Allerdings weigert sich FCPX, die 1080/50p-Daten meiner Panasonic HDC-SD707 zu erkennen. Das bedeutet: Weiterhin die Videos der Panasonic von Hand via Toast in ein für Final Cut Pro X lesbares Format umwandeln.

Da ich viele meiner Projekte mit zwei Kameras drehe – der 7D und der SD707 bedeutet das wieder eine starke Einschränkung im Workflow. Ich kann eben nicht gleich loslegen, sondern muss erst wieder die SD707-Filme recodieren. Schade.

Final Cut Pro X liest Daten in Ereignisse ein

Gegenüber der Vorversion hat Final Cut Pro X einen deutlichen Schnitt in der Datenverwaltung gemacht. Alle Videos sind jetzt in Ereignissen zusammengefasst, die in der Ereignis-Mediathek bereit stehen. Per Default zeigt das Programm die Videodaten nach Kalenderdatum sortiert, auch innerhalb der Ereignisse sind die Daten sortiert nach Datum. Das erleichtert die Orientierung – allerdings nur dann, wenn die Videodaten nicht nachträglich umcodiert wurden und dabei ein neues Dateidatum erhalten haben.

Ereignisse einlesen in Final Cut Pro X

Die Projekte sind unabhängig von den Ereignissen. Wer ein neues Projekt erzeugt, legt dafür zwar ein Standard-Ereignis fest, kann sich aber auch bequem aus anderen Quellen bedienen. Die enge Verknüpfung der Videodaten und Projekte ist damit deutlich lockerer geworden.

Beim Einlesen analysiert Final Cut Pro X die Videos auf Wackler auf Farben oder auf Audio-Probleme. Dies hilft später, schneller Probleme mit den Bildern oder dem Ton zu lösen. Auch eine Gesichts- und Szenenerkennung ist dabei. Auf diesem Weg sortiert FCPX das Bildmaterial schon einmal vor, zum Beispiel in Totalen oder Halbtotalen. Auch eine Personenerkennung ist dabei. Besonders bei umfangreicheren Projekten kann das helfen, die Clips schon so vorsortiert zu bekommen.

Schlagwörter

Jedem Clip können Sie mit Schlagwörtern kategorisieren. Die Tastenkombination [Befehl – K] öffnet das Eingabewerkzeug. Aus den Schlagwörtern baut Final Cut Pro X intelligente Sammlungen. Wenn Sie also mehrere Clips markieren und ihnen das Schlagwort „Interview“ geben, so entsteht in der linken Randleiste ein Eintrag „Interview“, in dem Sie alle so verschlagworteten Clips finden.

Update

Der Import von der 7D geht inzwischen (seit 10.0.1) einwandfrei. Ich muss auch nicht zwingend die Medien recodieren. Wobei ich mich frage, ob das nicht doch sinnvoll wäre, die Daten nach Prores 422 zu wandeln. Aber das ist ein anderes Thema.

Die die SD707 und deren 50p-Files bleibe ich erst einmal bei Toast. Versuche mit Remux sind gescheitert, da FCPX beim Import kleine, grüne Blitzer eingebaut hat. Vielleicht wurde das mit der 10.0.2 verbessert. Das muss ich aber noch ausprobieren.

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